GKV-BStabG: Nein zur pauschalen 3 %-Kürzung in der Hilfsmittelversorgung!

WvD startet Aktion gegen pauschale Kürzung

Hochwertige Hilfsmittelversorgung sichern

Eine hochwertige, wohnortnahe und individuelle Hilfsmittelversorgung verbessert die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe von Millionen Menschen – insbesondere von Menschen mit Behinderungen, chronisch Erkrankten sowie Seniorinnen und Senioren.

Sie stärkt die ambulante Versorgung, entlastet Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser und hilft dabei, kostenintensive Folgeerkrankungen zu vermeiden. Damit leistet die Hilfsmittelversorgung einen wichtigen Beitrag zu einem leistungsfähigen und zugleich wirtschaftlichen Gesundheitssystem.

Beitragsstabilität ja – aber mit Augenmaß

Wir unterstützen das Ziel, die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung nachhaltig zu sichern. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Hilfsmittelversorgung nicht zu den zentralen Kostentreibern im Gesundheitswesen zählt.

Die Ausgabenentwicklung im Hilfsmittelbereich ist im Vergleich moderat. Entsprechend bestehen hier keine nennenswerten finanziellen Spielräume, die durch pauschale Kürzungen abgeschöpft werden könnten.

Trotzdem sieht der Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (GKV-BStabG) eine Vielzahl zusätzlicher regulatorischer Eingriffe vor, die den Hilfsmittelbereich massiv belasten werden.

Pauschale Kürzung gefährdet die Versorgung

Besonders kritisch bewertet WvD die geplante pauschale Kürzung der Vergütungen im Hilfsmittelbereich um drei Prozent. Dabei wird die Hilfsmittelversorgung im Gesetzesentwurf bereits erheblich belastet durch die geplante Kopplung der Vergütung an die Entwicklung der Grundlohnrate, die zusätzliche Absenkung der entsprechenden Veränderungsrate um 1 Prozent in den Jahren 2027 bis 2029 sowie die Ausweitung der Festbetragsregelungen.

Zusätzlich soll nun eine pauschale Kürzung um weitere drei Prozent erfolgen. Diese undifferenzierte Maßnahme würde insbesondere komplexe und personalintensive Versorgungen treffen.

Die Folgen wären vor allem in der Versorgung von Kindern, Menschen mit Behinderungen, chronisch kranke Menschen sowie Seniorinnen und Senioren spürbar.

Gerade individuelle und beratungsintensive Hilfsmittelversorgungen benötigen qualifiziertes Fachpersonal, Zeit und wohnortnahe Angebote. Pauschale Einschnitte gefährden genau diese Versorgungsstrukturen.

Strukturreformen statt pauschaler Einschnitte

Anstelle pauschaler Kürzungen braucht es nachhaltige und zielgerichtete Reformen im Gesundheitswesen. Dazu gehören insbesondere:

  • weniger Bürokratie und vereinfachte Vertragsstrukturen,
  • eine konsequente  Digitalisierung,
  • sowie eine klare Differenzierung zwischen standardisierten Produkten und individueller Versorgung.

Nur so kann eine hochwertige und wirtschaftliche Hilfsmittelversorgung langfristig gesichert werden.

Jetzt aktiv werden!

Unterstützen Sie unsere Initiative gegen die pauschale 3 %-Kürzung in der Hilfsmittelversorgung.

Laden Sie hier die Vorlage für das Aktionsschreiben herunter und wenden Sie sich im Namen Ihres Sanitätshauses an die zuständigen Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU und SPD.

Die passende Kontaktliste der Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Bundestag finden Sie ebenfalls hier zum Download.

Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für eine starke, verlässliche und patientenorientierte Hilfsmittelversorgung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Ansprechpersonen für Presseanfragen:

Kirsten Abel 
Generalsekretärin
Mobil: 0171 / 5 60 81 25
E-Mail: abel@wirversorgendeutschland.de

Dr. Henning Schweer
Generalsekretär
Mobil: 0175 / 856 39 54
E-Mail: schweer@wirversorgendeutschland.de

Wir versorgen Deutschland (WvD)
Lützowstraße 102-104, Aufgang C, 5. OG
10785 Berlin
Fon: +49 (0) 30 33933563
E-Mail: info@wirversorgendeutschland.de

www.wirversorgendeutschland.de

BT-Lobbyregister-Nr.: R004824